Ich lausche dem langsamen Atem der Nacht, der Trommel ihres mächtigen Herzens. Wie ein Kind im Mutterleib schwimme ich, treibe im wellenlosen Geschaukel der Liebe, im zeitlosen Wechsel von Dämmer und Dunkel unter den Augen der Sterne. Noch gibt es keinen Tag und keine Grelle, noch braucht die Seele keine Träume, um zu leben. Noch bin ich heil und ganz indem ich werde. Ich schwebe zwischen Ewigkeit und Erde, noch ohne Zeit und Ferne, genau in jener Mitte zwischen Sein und Nichts. Ich lausche der Trommel der Nacht, dem Atem des Herzens. Zwischen Erinnern und Vergessen, tausendmal vertraut mit dem Tod, erwarte ich den unabänderlichen gnadenlosen Sturz ins Licht.