Verbrenne, Herbst

Verbrenne, Herbst,
des Sommers müdes Laub,
und gib
den letzten Früchten
Glanz und Süße.
Lass keine Tränen sein
in Tau und Regen,
bedeck die harten Furchen
auf den Wegen –
wirf goldne Blätterschauer
unter unsre Füße
und auf den Staub.

Schenk, Herbst
dem Sterben
Kraft und Würde,
die Wildheit der Ekstase
und des Tanzes.
Lass Leuchten sein
in diesen letzten Tagen,
lass uns in alle Wälder
Fackeln tragen –
nicht Widerschein,
nein: Mittelpunkt des Glanzes –
und freies Schreiten
ohne Last und Bürde

Ach, Herbst,
dann wirf uns in den Schlaf
– wie Kinder –
und lass uns träumen,
bis wir erwachen
unter neuen Bäumen.

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