Der Einsiedler So-Sei lebte in einer Hütte in den Bergen. Außer seiner täglichen Arbeit in Haus und Garten malte er. Er malte mit Hingabe, sodass manches Mal Schweiß oder auch Tränen als kleine Tropfen auf seine Bilder fielen.
Eines Tages kam der Mönch Wei-Wei aus dem nahen Kloster, um ihn zu besuchen. Er fand So-Sei malend in tiefer Meditation. Achtungsvoll schweigend sah er ihm aus der Entfernung zu. Endlich wagte er zu reden.
„Darf ich Euch etwas fragen, Meister?“
„Nur zu“, sagte So-Sei, ohne sich stören zu lassen.
„Weshalb macht Ihr diese Bilder, wenn sie doch nie jemand zu Gesicht bekommt?“
So-Sei malte weiter.
„Welche Bilder?“, antwortete So-Sei.